Ein 3D-Drucker eröffnet neue Möglichkeiten in der Herstellung von individuellen Produkten. Besonders in der Werbetechnik zeigt sich das Potenzial dieser Technologie: flexibel, effizient und nahezu ohne Materialverlust. Vom Einzelstück bis zur Kleinserie realisieren wir Objekte exakt nach Kundenwunsch.
Moderne Technologie einfach erklärt
Beim sogenannten FFF-Druckverfahren (Fused Filament Fabrication) werden thermoplastische Kunststoffe schichtweise verarbeitet. Das Material wird durch ein Heizelement geschmolzen und durch eine feine Düse aufgetragen – ähnlich dem Prinzip einer Heissleimpistole. Anschliessend härtet das Material durch Kühlung sofort wieder aus.
Der eingesetzte Drucker hat eine Druckgrösse von 350 x 350 x 350mm. Die Druckplatte bewegt sich vertikal und die Druckköpfe (sogenannte Extruder) bewegen sich seitwärts.
Besonders praktisch: Der Drucker kann automatisch zwischen mehreren Filamenten wechseln – ideal für mehrfarbige Drucke.
Materialien: Vielseitig einsetzbar
Im 3D-Druck kommen verschiedene Filamente zum Einsatz. Besonders verbreitet sind:
- PLA (Polyactide): Ein biobasierter Kunststoff aus Maisstärke, ideal für Innenanwendungen
- PETG: Sehr robust und widerstandsfähig – geeignet für den Aussenbereich
PLA ist zwar nachhaltig hergestellt, jedoch nicht vollständig biologisch abbaubar und zudem nicht UV- oder temperaturbeständig. PETG hingegen überzeugt durch Stabilität und Langlebigkeit.
Farben sind nahezu frei wählbar und können teilweise sogar nach RAL- oder Pantone-Vorgaben produziert werden.
Vom digitalen Modell zum fertigen Produkt
Der Herstellungsprozess beginnt digital mit der Konstruktion in einem CAD-Programm (z. B. Onshape). Diese wird als .STL- oder .OBJ-Datei exportiert und in Druckschichten umgewandelt (sogenanntes «Slicen»). Anschliessend wird die Datei mittels G-Code an den Drucker übertragen und der Druckauftrag beginnt. Die präzise Vorbereitung ist entscheidend für Qualität und Effizienz.

Vorteile für die Werbetechnik
Gerade in der Werbetechnik bietet der 3D-Druck klare Vorteile:
- Kein Materialverschnitt → nahezu kein Abfall
- Hohe Formfreiheit → auch komplexe Geometrien möglich
- Integration von Bauteilen → z. B. Bolzen direkt mitdrucken
- Individuelle Einzelstücke oder Kleinserien
Typische Produkte in der Werbetechnik sind 3D-Schriften und Logos, Schilder und Stechschilder, POS-Displays, spezielle Halterungen und Prototypen.
Auch bezüglich Kosten kann ein 3D-Druck spannend sein. Die Herstellungskosten sind stark abhängig von der Komplexität des Objekts, der Druckzeit und des Materialverbrauchs. Ein entscheidender Faktor ist die CAD-Arbeit, die oft den grössten Anteil der Kosten ausmacht. Einfache Formen wie Schriften lassen sich schnell umsetzen, während komplexe Designs deutlich aufwendiger sind.
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